es ist wirklich kaum zu glauben welche geradezu  tropischen ausmasse ein juli-tag hier in montreal annehmen kann – nämlich: heiss (um die 30 grad) – und vor allen dingen sehr feucht.  man schwitzt, ohne sich irgendwie zu bewegen.

da kommt uns gerade recht, dass sich unsere hausverwaltung aus wer-weiss-was fuer gruenden entschlossen hat, eine klimaanlage bei uns (gutzahlenden kunden) einzubauen (sozusagen puenktlich einhergehend mit der diesjaehrigen mieterhoehung (+30 tacken) …)

so eine klimaanlage ist ein feines teil – weil sie nicht nur kuehlt sondern auch die luft trocknet – wenn sie denn einsetzbar ist …

Daga hatte schon früh entsprechende zweifel geaussert, weil sie zeugin war, wie der einbau vonstatten ging: nach etlichen stunden muehe der angerueckten handwerkertruppenteile mit dem wanddurchbruch, hing das teil dann mehr recht als schlecht an der wand.  ein einsetzendes klappergeraeusch nach dem einschalten des brandneuen gerätes wurde durch gezielte handkantenschlaege des fachmannes der einbaufirma zum schweigen gebracht …

die anlage hat dann auch 2 tage lang ganz gut funkioniert, bis das (an einen hubschrauberstart erinnernde) klappergeraeusch wieder einsetzte. der erneut angerueckte fachmann (der gleiche, der montiert hat) hat das problem diesmal geschickt durch innovatives einsetzen eines ausgekluegelten systems von pappe-klumpen, die er zwischen die anlage und die wand geklemmt hat, geloest (hab ich leider verpasst zu fotodokumentieren…).

das hat genau 2 stunden gehalten (genau solange, bis er ausser ruf- bzw. wurf-reichweite war).
Daga ist dann diesmal gruendlich der kragen geplatzt, keine ahnung, in welcher sprache sie sich luft verschafft hat (ich war (zum glueck) nich zuhause) – jedenfalls stand heute frueh der fachmann dann wieder auf der matte …

im moment funktionierts …

dscn48871200.jpg

gruss
/herminator

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  1. Bademeister sagt:

    man muss das nicht kommentieren, da uns allen im deutschen tv mit solchen formaten, wie „die auswanderer“ etc. pp. immer wieder suggeriert wird, dass gute handwerker in CAN mangelware sind… aber ergänzen möchte ich, mit einer geschichte, die ich eventuell auch schon mal erzählt habe. ich hatte im letzten jahr ein gespräch mit einem kunden von mir, der kurz zuvor in einem schwesterwerk seines unternehmens in CAN war, zum thema „überrollen uns die gelben?“. er berichtete dann von auf 9:00 angesetzten meetings, bei der der Betriebsleiter mit einem riesigem coffee mug erst 9:30 (als erster) erschien, badeschuh trug, es hauptsächlich um gute fischfangorte im angrenzendem lake, der letzten bärensichtung und dem kommenden barbeque lunch am wochenende ging. wohlgemerkt: es war ein troubles shooting meeting zur klärung technischer probleme in den anlagen unter nutzung deutscher erfahrungen… er berichtete von improvisierten arbeitsgängen, die hierzulande unzulässig und fast strafbar sind, alles toleriert von unheimlich starken gewerkschaften und flankiert von kurzen arbeitszeiten.
    „bevor wir überrollt werden, wird erst einmal der nordamerikanische kontinent gelb gestrichen.“ mit diesem Zitat meines ansprechpartner in der bayerischen fabrik fühle ich mich in zentraleuropa wesentlich besser aufgehoben. grüße…

  2. herminator sagt:

    das teil „klingelt“ natuerlich wieder … jetzt wollen sie irgendwas darin auswechseln …. to be continued ….

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