der internationale sozialismus/kommunismus – bzw. das, was davon übrig ist – besitzt anscheinend über ein globales erkennungsmerkmal: und zwar

den NICHT FUNKTIONIERENDEN SALZSTREUER !dscn4002.jpg

das wäre dann aber auch schon so ziemlich das einzige, was wir an unserem kubanischen 3 sterne ‚club‘ hotel zu meckern hätten. nach 4 monaten eis und schnee hatten wir uns über ostern eine woche cuba-all-inclusive (insbesondere inklusive sonne und wärme) geleistet (unser erster all-incl. urlaub, so richtig mit baendchen um den arm und so…). Cuba ist von kanada aus erfreulicherweise bedeutend günstiger als von europa und wird von den kanadadiern auch entsprechend intensiv genutzt (amis dürfen (noch) nicht nach kuba als touristen – nich wegen der kubanischen bestimmungen sondern wegen den US bestimmungen) – die insel is sozusagen so eine art kanadisches malle …

der klassischen hauptziele dabei sind wohl die 4 und 5 sterne ressorts an der nordkueste, super anlagen mit langen, weissen stränden, die ressorts weitgehend abgekoppelt vom rest der welt. nicht nur (aber auch) aus budget gründen haben wir uns jedoch für ein last-minute angebot für eine („nur“) 3 sterne anlage im (klimatischmusikalischtemperamentalisch heißeren) südosten des landes entschieden. lange weisse strände sucht man da vergeblich – aber sehr gut zum schnorcheln ist es allemal, die landschaft ist nicht nur flach, die temperaturen hoch – und vor allen dingen: die anlage war nur 20 km entfernt von der zweitgrössten kubanischen stadt:

Santiago de Cuba

dscn3690.jpg

im hotel konnte man scooter (mopeds), autos und sogar jeeps mieten – und sich damit völlig frei (wenngleich sehr wahrscheinlich nicht unbeobachtet) im lande bewegen. in den sieben tagen haben wir davon 2 mal gebrauch gemacht (plus einen tag bootstour) – und ansonsten alle viere gerade sein lassen… 😉 hier ein paar fotos und ihre geschichten:

dscn36691.jpg Der Scooter hat 20 Kuruzen (Pesos Convertible ; 1 CUC entspricht ungefähr einem Dollar) pro tag gekostet. beim ersten stop ist mir dann auch gleich der moped-ständer halb abgefallen. hat keine 3 minuten gedauert und ein motoradfahrer (umgebaute MZ) hat angehalten – und natürlich hat ein kubanischer MZ fahrer werkzeug dabei – und ist ein meister der improvisation: um den fehlenden splint zu erssetzen hat er in den umliegenden büschen nach ersatzteilen gesucht – und auch tatsächlich ein stück holz mit nägeln gefunden – von denen dann ein nagel als splint für den scooter-ständer bolzen perfekt gepasst hat. ich bin mir sicher, das teil fährt heute noch mit diesem nagel durch die gegend … muchas gracias unbekannter MZ muchacho !

dscn3680.jpgAngekommen in Santiago hat uns ein anderer freundlicher zeitgenosse die ecken der stadt gezeigt. absolut bemerkenswerdscn3675.jpgtes strassen nd transportations-leben. die fahren wirklich diese postkarten-oldies. ausserhalb der stadt gibt es nicht besonders viel verkehr (der autoverkauf ist staatlich geregelt) . in der stadt gibt es ein neben-und miteinander von ami-oldies, moskwitsch, lada, jawa und MZ zu sehen. das ist selbst (und insbesondere) für das sich erinnernde ex-zoni auge ein aussergewöhnlicher mix !

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Die beiden Scootertouren haben und auch an einen öffentlichen strand geführt (der hotel strand ist für (normalsterbliche) kubaner nicht zugänglich)
dscn3768.jpg Aus dem Mossi heraus haben sie die massen beschallt, die auch prompt angefangen haben zu feiern.dscn3765.jpg wie uns andere touris versichert haben, steht dieser strand im ruf, dort „ALLES“ für harte pesos bekommen zu können. irgendwie nich wirklich verwunderlich, unsere hotelanlage war auch nur 10 minuten entfernt… mehr fotos vom santiago-trip gibts übrigends auch hier zum kieken

ein anderer trip mit dem scooter führte uns in die „Communidad Artistica Verraco “ – so eine art kleines dorf, in dem jedes haus eine werkstatt für künstler und offen für besucher ist. wir hatten leider nich allzuviel zeit (weil den scooter diesmal nur für 3 stunden gemietet) und zu wenig (weil die letzten) kuruzen mit. bemerkenswert war, wie nah man an die leute rangekommen ist – darunter immerhin welche mit internationalen namen/ausstellungen.
auf den fotos: daga im gespräch mit und in der werkstatt von Jorge H. Pouyu und im atelier von Zafra. Wem’s gefällt: mehr davon bei http://www.latin-art.de
dscn4042.jpg dscn4040.jpg dscn4049.jpg

ok.
wir haben natürlich auch richtigen urlaub gemacht. hier die beweise …
dscn3987.jpg dscn3616.jpgdscn3607.jpg

und dann zurück nach montreal. wieder -7 grad. wieder schnee … 😉

nach kuba wollen wir auf jeden fall wieder mal. dann vielleicht das 7 tage stadt&relax package: 3 Tage Havanna und danach 4 Tage Strand (ich glaube, Stefan+Billy haben das so gemacht) – man bräuchte halt nur mehr urlaub – und mehr kuruzen …

mehr fotos von den leuten und orten gibts im online-fotoalbum (mit hintergrund-mucke):

gruss
/d+h

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  1. BADEMEISTER sagt:

    wie immer ein cooler reisezustandseindrückerreport. es gibt aber noch fragen von mir: visapflicht? helmpflicht? handynetze?
    greetings by your beach guard

  2. herminator sagt:

    keine visapflicht im übrigen sinne – aber bei der einreise muss eine ‚touristenkarte‘ ausgefüllt (und bei der ausreise wieder abgegeben) werden. diese wurde im flugzeug ausgegeben. offensichtlich wird damit erfasst, wann wo wieviele wielange und wer reinkommt – und umgekehrt. bei der ausreise sind übrigends 25 kuruzen pro nase ‚ausreisegebühr‘ pflicht.
    helmpflicht: yep. zumndest hatten irgendwie einfach ALLE Mopedmotorisierten Fahrer Helme auf – und das bestimmt nicht nur aus eigenem sicherheitsbewusstsein heraus …
    handynetze: wir hatten ein kanadisches handy mit (netzbetreiber ‚Rogers‘ ) mit dem resultat: ‚No service‘. (evtl. hat stefan im norden da andere erfahrungen gemacht) Internet gabs wohl im Hotel – aber übelst teuer. ( Ich hab irgendwo gelesen, dass kuba nich per kabel am netz ist sondern (die insel) quasi nur über satellit angebunden – da brauchen die militärs und der staat und die dienste wahrscheinlich schon soviel von kostbarer (teurer) satelliten-bandbreite, dass für den zivilen bedarf nich mehr viel übrig bleibt …
    cheers
    /h.

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